Fremd sein – Ausstellung im Salon Wellenmaschine und im Wassertorkiez

Eröffnung am Donnerstag, 5. Oktober 2017 um 19 h im Salon Wellenmaschine, Wassertorstr. 62, 10969 Berlin.
6. bis 22. Oktober 2017, Do–Fr 12.00–18.00, Sa–So 12.00–19.00.
6. bis 31. Oktober 2017 in den Schaufenstern im Wassertorkiez (Kastanienplatz).

Konzept und Leitung: Ann-Christine Jansson | www.jansson-photography.com

Mit fotografischen Arbeiten von
Jürgen Alex: Blind Vertrauen
Ricardo Diaz-Granados Zabarain: Der Fremde in mir
Valie Djordjevic: Balkan Blues
Elena Giampaoli: Der Geiger
Clemens Grün: Faszination des Rennens
Gerald Leitner: Andacht
Evgeniya Leonova: Hoffnung
Giuliano Moustakis: Reserviert
Tim Pieper: Alte Träume, neue Realitäten
Katharina Politzer: Stadt im Wandel
Gabriele Teutloff: Walther

Eine Ausstellung von 11 Fotograf_innen aus 9 Ländern im Salon Wellenmaschine und in den Schaufenstern im Wassertorkiez. Mit dem Thema „Fremd sein“ setzen sich Fotograf_innen aus Berlin mit den verschiedenen Aspekten des Fremden auseinander. Das Fremde ist für sie eine Facette des eigenen Lebens, dem sie mit Neugier und Entdeckungslust begegnen. Die Ausstellung ist das Ergebnis eines Reportageprojekts, das die Fotojournalistin Ann-Christine Jansson seit einem Jahr am Photocentrum der Gilberto-Bosques-Volkshochschule Friedrichshain-Kreuzberg konzipiert und geleitet hat. „Fremd sein – Ausstellung im Salon Wellenmaschine und im Wassertorkiez“ weiterlesen

Wovon sprechen wir, wenn wir von künstlicher Intelligenz sprechen?

Foto: Alession Lin on Unsplash

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einem geschlossenen Raum. Durch den Türschlitz werden Ihnen Zettelchen zugesteckt, auf denen chinesische Schriftzeichen stehen. Gehen wir davon aus, dass Sie selbst kein Wort Chinesisch sprechen. Aber im Zimmer gibt es Handbücher, Regeln und Anweisungen, mit denen Sie die Zeichen verarbeiten und daraus passende Antworten erzeugen können.

Da Sie kein Wort Chinesisch verstehen, müssen Sie sich bei Ihren Antworten komplett auf die Anweisungen verlassen und ihnen Schritt für Schritt folgen. Sie schreiben also die entsprechenden chinesischen Zeichen auf den Zettel und geben sie durch den Schlitz wieder heraus. Sie machen nichts anderes als ein Computer (natürlich sehr viel langsamer): Sie verarbeiten einen Input anhand von vorher festgelegten Algorithmen und geben das Ergebnis aus.

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Text auf goethe.de: „Feminismus und Medienkunst – Vom echten Leben im Cyberspace“

Marilyn Artus via Wikimedia Commons, CC BY-SA

Medienkunst als neues Genre versprach Künstlerinnen, aus den festgeschriebenen Geschlechterrollen des Kunstbetriebs ausbrechen zu können. Sie mussten allerdings bald feststellen, dass eine neue Kunstrichtung nicht automatisch neue gesellschaftliche Strukturen mit sich bringt. So zeigte sich auch im Internet, dass Künstlerinnen seltener ausgestellt und eingeladen wurden.

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Transmediale Closing Weekend 2017

Agent Ruby Screenshot

I was invited by Daphne Dragona to speak at the closing event of the transmediale festival in the panel “Technology Languages of the Past, Present, and Future” and presented my readings on Lynn Hershman’s work “Agent Ruby” and her film “Technolust” with the wonderful Tilda Swinton.

I am working on writing down my talk – so check this space.

04.03.2017, 13:00–16:30, Studio, Hybrid Event
Technology Languages of the Past, Present, and Future
With Friederike Anders, Florian Cramer, Valie Djordjevic, Manon Kahle, Rotraut Pape, Caspar Stracke
Moderated by Daphne Dragona, Kristoffer Gansing, Florian Wüst

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Das Netz 2016–2017 Digitalisierung und Gesellschaft

Das Netz 2016–2017, Cover: Sam Chivers
Das Netz 2016–2017, Cover: Sam Chivers

Das Magazin „Das Netz 2016–2017 Digitalisierung und Gesellschaft“ vom Verlag iRights.Media ist wieder da. Ich war wieder als Redakteurin und Chefin vom Dienst beteiligt. Außerdem habe ich auch einen Text beigesteuert „Was Pokémon Go mit Locative Art gemeinsam hat“. Das ganze Heft kann man online lesen unter dasnetz.online oder als Print-Magazine kaufen bei iRights.Media.

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UrbanISTanbul in Kadıköy at Caddebostan Kültür Merkezi (CKM) from 9 – 22 Dec 2016

eposta aralik foto sergisi

We are happy to announce that we are showing our pictures in Istanbul at the Caddebostan Kültür Merkezi (CKM) from December 9th to 22nd, 2016.

UrbanISTanbul shows photographers from Berlin and Istanbul. Coming together for a week in October 2015 they were exploring the changes of Istanbul through their lens. Istanbul experienced massive growth in the last 50 years which lead to an urban dynamic with both positive and negative repercussions. UrbanISTanbul explains the metropolis from different angles and perspectives – between past and future, Europe and Asia, East and West.

Photos by Luzia Marion Bär, Nilüfer Çetin, Valie Djordjevic, Klaus Eisenlohr, Dilek İlhan Güner, Andrea Höhne, Ania Kaszot, Levent Karaoğlu, Türkan Kentel, Deniz Kızılkanat, Nuh Koçak, Tine Kurka, Özgül Küçük, Wilfried Püschel, Peggy-Nicole Sarmann, Patrick Schilling, Frank Seeger and Klaus Wazlak.

More info www.urbanistanbul.de

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Ich war hier, das ist meins

Selfie um 1900
Selfie um 1900

Einige Überlegungen zum Bild im Netz.

„Thomas Pynchon loved this book, almost as much as he loves cameras!“ – Thomas Pynchon in The Simpsons, Diatribe of a mad housewife. 

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Was ist öffentlich? Die vorherrschende Idee von Öffentlichkeit ist, dass es ein Ort ist, wo Menschen zusammenkommen, um Probleme des öffentlichen Lebens zu besprechen und möglichst Lösungen dafür zu finden. Diese Öffentlichkeit ist im Verschwinden begriffen, sagen die Soziologen.

Wenn es sie denn je gab. Denn was in dieser Definition nicht erwähnt wird ist, dass nicht alle Mitglieder der Gemeinschaft zusammenkommen – weder früher noch heute. Die Gemeinschaft definierte sich durch Ausschluss. Die Öffentlichkeit in der Antike (die als Modell/Vorbild für unsere Öffentlichkeit dient) war Männern vorbehalten (auch nur ganz bestimmten Männern), während Frauen die privaten Sphäre vorbehalten war.

In den 1970er Jahren hieß es „Das Private ist politisch“. Alles ist politisch, nicht nur die Politik. Wie wir leben, wie wir arbeiten, wie wir unsere Kinder erziehen, wie wir Fotos machen und sie zeigen. Die Sphären zwischen Öffentlich und Privat fingen spätestens dann an sich zu vermischen.

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Pokémon Go: Von Pikachu in die Wirklichkeit

Foto: David Grandmougin on Unsplash

In der Verbindung von Realem und Fiktionalem steckt das Vergnügen am Entdecken und am Abenteuer. Es könnte unser Verhältnis zu unseren Lebensräumen grundlegend verändern.

Pokémon ist ein Spiel für 8-Jährige, jedenfalls gefühlt. Wieso jetzt in Berlin, Tokyo und New York alte und junge Menschen herumlaufen, auf ihre Smartphones starren und Magnetilos, Voltobals und Krabbys jagen, ist also nicht ganz nachvollziehbar. 1996 erschien Pokémon in seiner ersten Inkarnation als Videospiel. Das Sammelkartenspiel und die Anime-Serie folgten bald. Der Erfolg kam unerwartet – die Macher waren selbst überrascht.

Seitdem gehören die »Pocket Monster« (daraus entstand der Name Pokémon) zu unserer popkulturellen Matrix – das erste Mal nach dem Zweiten Weltkrieg, dass ein Produkt, das außerhalb der USA kommt, das geschafft hat. Für den Kulturwissenschaftler Joseph Tobin, der 2004 die Pokémon-Erfolgsgeschichte nachzeichnete, war das Pokémon-Phänomen ein zeitlich begrenzter Hype, der von 1996 bis 2000 seinen Höhepunkt erreichte. Es zeigt sich nun, dass die Taschenmonster wohl einen längeren Lebenszyklus vor sich haben.

Weiter lesen in der Versorgerin #111