Archiv der Kategorie: iRights

Neuer Text: Facebook – Wem gehören meine Daten?

Foto: Dave Rutt, CC BY-NC-SA

Ein neuer Text über Facebook, Datensammeln und Datenschutz ist bei iRights.info und bei klicksafe.de erschienen.

Soziale Netzwerke sammeln Daten – so weit, so gut. Welche das sind und was mit ihnen geschieht, darüber gibt es Gerüchte und Halbwissen. Facebook ist gegenwärtig das meistgenutzte soziale Netzwerk, deshalb nehmen wir es als Beispiel und stellen dar, welche Daten erhoben werden und was damit passiert.

Ich habe ihn zusammen mit dem iRights-Kollegen Alexander Wragge geschrieben. Er ist ziemlich lang geraten, dafür erklären wir aber ausführlich, welche Daten Facebook sammelt, was Tracking, Anwendungen, umgehende Personalisierung ist und wie ich meine Daten bei Facebook anfordern kann.

Der Inhalt:

  • Das Geschäftsmodell von Facebook oder: Wozu verwendet Facebook die Daten?
  • Datenschutzprobleme: Wenn Dritte Zugang haben wollen
  • Welche Daten Facebook sammelt
  • Cookies und Tracking per „Gefällt mir“-Button und Facebook-ID
  • Daten an Spiele und Anwendungen
  • Umgehende Personalisierung und Einmalanmeldung
  • Facebook mit Pseudonym nutzen
  • Transparenz: Wie erfahre ich, welche Daten Facebook über mich gesammelt hat?
  • Facebook-Account löschen

 

Nachklapp: Mashup-Videos bei den tschk!talks

Am 24. Januar habe ich bei den tschk!talks Mashup-Videos gezeigt. Weil es so schön war und mich einige Leute danach gefragt haben, kommt hier die Playlist. Die Videos sind alle hier und da im Netz verfügbar – natürlich in Netzqualität. Ich habe versucht in diesen 11 Videos die Vielfalt von Remix-Videos zu zeigen, sowohl zeitlich (die Videos reichen von 1942 bis heute) als auch inhaltlich (Kunst, Politik, Musik, Popkultur usw.)

1. Charles A. Ridley: Gen. Adolph takes over, GB 1942, 1:51 min

Als es noch kein Fernsehen gab, wurden Nachrichten im Kino gezeigt. Die Universal Newsreels liefen zwischen 1929 und 1967 zweimal wöchentlich mit jeweils sechs bis sieben Beiträgen, teils informativ, teils unterhaltsam. Dieser Film wurde angekündigt wie folgt: „The cleverest anti-Nazi propaganda yet! You will howl with glee when you see and hear what our London newsreel friends have cooked up for Hitler and his goose-stepping armies. The ‚Nasties’ skip and sway in tune to the Lambeth Walk!“ Das Material stammt aus Leni Riefenstahls „Triumph des Willens“. David Pachali hat damals bei iRights.info den verschiedenen Verkörperungen nachgespürt. 

 

2. Dara Birnbaum Technology/Transformation: Wonder Woman, USA 1978, 5:22 min

Auch vor dem Internet gab es schon Remixe. Die amerikanische Künstlerin Dara Birnbaum hat 1978 mit „Wonder Woman“ die Schnittstellen von Technologie und Frauenkörpern untersucht.

Dara Birnbaum – Technology/Transformation…

 

3. Jonathan McIntosh Buffy vs Edward – Twilight Remixed, USA 2009, 6:03 min

Jonathan McIntosh betreibt die Internetseite www.rebelliouspixels.com, ist Mitglied der Open Video Alliance und Redakteur von www.politicalremixvideo.com. Sein Video kombiniert die Vampirjägerin Buffy aus der gleichnamigen amerikanischen Fernsehserie mit der Figur des Edward aus Stephenie Meyers „Twilight“-Saga („Biss zum Morgenrauen“, „Biss zur Mittagsstunde“ etc.). In seinem Blog erzählt er ein bisschen über die Hintergründe.

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Jahresrückblick – Texte

Das Netz 2012 JahresrückblickZwei meiner Texte aus „Das Netz 2012 – Jahresrückblick Netzpolitik“ von iRights sind inzwischen auch online zu lesen: einmal das Interview mit Seda Gürses über Facebook und Privacy und zum zweiten ein Text über kino.to.

Seda Gürses ist Informatikerin und beschäftigt sich schon seit langem mit Fragen von Privacy – sowohl mit technischen Lösungen als auch mit den gesellschaftlichen Folgen. Im Interview sprechen Philipp Otto und ich mit ihr darüber, wieso alle immer nur über Facebook reden, wenn es um Datenschutz geht, und warum Webtracking so lange ignoriert wurde:

Was den Datenschutz angeht, ist Facebook das Sorgenkind unter den sozialen Netzwerken. Kaum eine Woche vergeht, dass keine neuen Vorwürfe fallen: ob Datensammeln, Privatsphäre-Einstellungen oder Gesichtserkennung. Informatikerin und Privacy-Expertin Seda Gürses über die Frage, wo die wirklichen Probleme liegen.

Im zweiten Text blicke ich zurück auf den Fall kino.to und versuche zu erklären, welche rechtlichen Fragen der Fall aufgeworfen hat:

Millionen von Nutzern sahen auf kino.to jahrelang kostenlos aktuelle Filme und Serien. 2011 wurden die Betreiber festgenommen und die Plattform geschlossen. Die Rechtslage bleibt schwierig.

 

 

DAS NETZ 2012 Jahresrückblick Netzpolitik

Das Netz 2012 Jahresrückblick
Wir haben bei iRights heute unseren Jahresrückblick Netzpolitik unter dem Titel „Das Netz 2012“ veröffentlicht. Dafür haben wir sogar einen Verlag gegründet – iRights.media, in dem natürlich in Zukunft auch noch andere Bücher erscheinen sollen: Watch this space! Das Heft bietet Artikel von Gastautoren, Interviews und Features zu Themen wie ACTA, Datenschutz in sozialen Netzwerken und Netzneutralität. Ich habe dazu eine kleine Nachricht für iRights.info geschrieben:

Die Redakteure sprachen dabei mit Netzexperten wie dem Internet-Governance-Fachmann Wolfgang Kleinwächter, dem Datenschützer Peter Schaar und der CCC-Sprecherin Constanze Kurz. Gastautoren wie Zeit-Online-Chefredakteur Wolfgang Blau, Datenjournalist Lorenz Matzat oder Hauke Gierow und Christian Mihr von Reporter ohne Grenzen geben Einschätzungen zu Themen wie die Zukunft des Journalismus, Open Data und Überwachungssoftware in autoritären Regimen. Daneben schreibt die iRights.info-Redaktion über ACTA, Kino.to oder Googles Suchalgorithmen.

Die Inhalte des Jahresrückblicks sind dabei in der Regel unter Creative-Commons-Lizenzen freigegeben – wie auch sonst bei iRights.info. In den nächsten Wochen veröffentlichen wir nach und nach die Texte und Interviews auf unserer Website. Das heißt jedoch nicht, dass es sich nicht lohnt, „Das Netz 2012 – Jahresrückblick Netzpolitik“ zu kaufen. Als Magazin bietet der Jahresrückblick eine großzügige Gestaltung mit vielen Fotos und Grafiken. Im Paket gibt das Magazin einen kompakten Überblick über das Jahr 2012.

Ich habe für das Heft einen Text über Kino.to geschrieben, Interviews geführt und redigiert und Korrektur gelesen. Es war viel Arbeit – vor allem in den letzten Tagen, bevor wir es beim Drucker abgeben mussten, aber das ist wahrscheinlich nichts ungewöhnliches. Die Texte werden nach und nach auf iRights.info veröffentlicht. Das Heft selbst kostet 14,90 als Papierexemplar und 4,99 als E-Book, bestellbar entweder direkt bei iRights.media oder den üblichen Händlern.

iRights Cloud

iRights Cloud
cloud.irights.info

iRights Cloud ist eine neue Website von iRights.info, die über die Entwicklungen im Cloud Computing aufklärt und informiert. Finanziert wurde das Ganze vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Aus der Presserklärung zum Start:

Cloud-Anwendungen sind im digitalen Alltag inzwischen allgegenwärtig. Fotos, Musik, Filme und Dokumente werden heute von den Internet-Nutzern nicht nur auf die eigene Festplatte, sondern auch in die Cloud gespeichert und in der Cloud genutzt. Doch kaum jemand ist sich bewusst, welche Vertragsverhältnisse damit einhergehen, welche Risiken damit verbunden sind und welche Sicherheitsmaßnahmen man vornehmen sollte.

Hier tritt das Informationsportal iRIGHTS CLOUD auf den Plan. Es dient als Anlaufstelle für Verbraucher, die sich über praktische Hürden, gesellschaftliche Entwicklungen und rechtliche Voraussetzungen rund um das Thema Cloud-Computing informieren wollen. Die Texte stehen kostenlos und unter einer Creative-Commons-Lizenz zur Verfügung.

Die Inhalte werden von der Redaktion der Informationsplattform iRights.info erstellt. iRights.info informiert seit 2005 unabhängig und institutionell ungebunden zum Thema Urheberrecht und kreatives Schaffen in der digitalen Welt. Dafür wurde das Portal mehrfach ausgezeichnet.

Neben Basisinformationen zu Cloud-Computing präsentiert iRIGHTS CLOUD aktuelle Nachrichten, Interviews und Einschätzungen von Experten und Hintergrund-Texte zu technischen und gesellschaftspolitischen Entwicklung rund um Cloud-Computing. Das Ziel ist es, Diskussionen anzuregen, mit Verbrauchern und Interessierten ins Gespräch zu kommen und aufzuklären.

BPB-Band „Politik trifft Kunst“

Buch "Politik trifft Kunst

In der Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung ist schon im Juli der Band „Politik trifft Kunst“ erschienen. Herausgegeben von Anja Besand handelt er vom Verhältnis zwischen politischer und kultureller Bildung.

Wenn Christo den Deutschen Reichstag verhüllt, ist das dann Kunst oder Politik? Die bebilderte und schrill gestaltete Aufsatz-Sammlung behandelt die Frage, wie gut Kunst und Politik auch in Bildungsprozessen zusammenpassen. Es werden Gemeinsamkeiten und Kooperationen gezeigt, aber auch Gegensätze und Kontroversen.

Ich habe dazu auch einen Aufsatz beigetragen unter dem Titel „Mit einem Bein im Knast? Urheberrechtliche Aspekte kultureller und politischer Bildung“. Soweit ich es sehe, gibt es das Buch nicht als PDF. Man kann es aber für 4,50 EUR bei der Bundeszentrale für politische Bildung bestellen. Eine Leseprobe plus Inhaltsverzeichnis gibt es aber immerhin.

„No Copyright“ im HBC Berlin

Leonhard Dobusch, Valie Djordjevic und Joost Smiers im HBC Berlin
Foto: Julia Schrader, cc-by-nd 2.0 Deutschland

Am Dienstag habe ich (mit iRights.info und dem Alexander-Verlag) das Buch „No Copyright“ von Joost Smiers und Marieke van Schejndel vorgestellt. Joost Smiers diskutierte mit Leonhard Dobusch und dem Publikum, ob wir wirklich Urheberrecht brauchen, um unsere Kulturproduktion zu organisieren.

Pit Schultz von Reboot.fm hat dankenswerterweise die Diskussion aufgezeichnet und uns zur Verfügung gestellt.

“Freie Lizenzen für Bildende Kunst” auf reboot.fem

Artwiki Room BerlinBiennale #7 2012

Am Sonntag habe ich mich mit Pit Schultz über Kunst und Urheberrecht unterhalten im Rahmen des Radio Jour Fixe von Reboot.fm.

Die Urheberechtsdebatte polarisiert Künstler und Konsumenten. Zwischen
Recht auf Privatkopie und Kompensation der Autoren öffnet sich ein
Feld ungelöster Fragen; polemischer Zuschreibungen sowie technischer
politischer und kultureller Hilflosigkeit. Schnell legen die Parteien
Stellungnahmen ab, die für Musiker, Schriftsteller und deren Verlage
abzuzielen scheinen. Wie steht es jedoch mit den Möglichkeiten
digitaler Distribution besonders für die Bildende Kunst? Welche Rolle
spielen Freie Lizenzen wie Creative Commons und Art Libre?

Mein Kollege John Weitzmann von iRights.info konnte leider aus familiären Gründen nicht dabei sein, was schade war, da er als Legal Head von Creative Commons sicherlich noch Interessantes hätte beitragen können. Aber auch so war es ein lebhaftes Gespräch über die im Augenblick sehr hitzig geführte Debatte um das Urheberrecht. Es ging unter anderem um die Fragen, wer verdient eigentlich das Geld in der Kulturindustrie, was ändert sich mit dem Internet und wieso verfassen grade jetzt alle Urheberrechtsmanifeste.

Die Audiodatei ist jetzt online.

Recht auf die Kopie

In der Tageszeitung Neues Deutschland ist ein Text von mir erschienen zum Thema Kopieren, Internet und was das für die Kunst bedeutet: „Recht auf die Kopie – Internet und Urheberrecht“:

Die digitale Revolution bedeutet einen ähnlichen Umbruch wie die Erfindung des Buchdrucks. Ist der Urheber der alleinige Schöpfer eines Kunstwerks? Ist Abschreiben eine Kunst? Wie sollen Künstler ihr Brot verdienen?
Das Urheberrecht: vor zehn Jahren war es noch ein Nischenthema, heute brennt es allen auf den Nägeln. Facebook-Nutzer kriegen Abmahnungen, weil sie Disneyfiguren als Profilbildchen benutzen, die sogenannte Contentindustrie (Medienunternehmen) stöhnt über illegale Downloads von Filmen und Musik, die Urheber (nach denen das Recht benannt wurde) fühlen sich nicht respektiert – weder finanziell noch ideell. Alle sind unzufrieden.

Abofallen – neuer Text

Neuer Text von mir bei Klicksafe und iRights.info über Online-Betrug durch Abo-Fallen.

Kostenlose Kochrezepte, Software oder Musikdateien – all das gibt es im Internet. Oft jedoch lauert hinter solchen Angeboten eine Abofalle und eine Rechnung für ein Abo flattert plötzlich ins Haus. Viele zahlen aus Unsicherheit und spielen den unseriösen Anbietern in die Hände. Dabei liegt von Rechts wegen meist kein gültiger Vertrag vor.

Der vollständige Text bei Klicksafe und bei iRights.info