Neuer Text: Facebook – Wem gehören meine Daten?

Foto: Jonathan Simcoe on Unsplash

Ein neuer Text über Facebook, Datensammeln und Datenschutz ist bei iRights.info und bei klicksafe.de erschienen.

Soziale Netzwerke sammeln Daten – so weit, so gut. Welche das sind und was mit ihnen geschieht, darüber gibt es Gerüchte und Halbwissen. Facebook ist gegenwärtig das meistgenutzte soziale Netzwerk, deshalb nehmen wir es als Beispiel und stellen dar, welche Daten erhoben werden und was damit passiert.

Ich habe ihn zusammen mit dem iRights-Kollegen Alexander Wragge geschrieben. Er ist ziemlich lang geraten, dafür erklären wir aber ausführlich, welche Daten Facebook sammelt, was Tracking, Anwendungen, umgehende Personalisierung ist und wie ich meine Daten bei Facebook anfordern kann.

Der Inhalt:

  • Das Geschäftsmodell von Facebook oder: Wozu verwendet Facebook die Daten?
  • Datenschutzprobleme: Wenn Dritte Zugang haben wollen
  • Welche Daten Facebook sammelt
  • Cookies und Tracking per „Gefällt mir“-Button und Facebook-ID
  • Daten an Spiele und Anwendungen
  • Umgehende Personalisierung und Einmalanmeldung
  • Facebook mit Pseudonym nutzen
  • Transparenz: Wie erfahre ich, welche Daten Facebook über mich gesammelt hat?
  • Facebook-Account löschen

 

Nachklapp: Mashup-Videos bei den tschk!talks

Am 24. Januar habe ich bei den tschk!talks Mashup-Videos gezeigt. Weil es so schön war und mich einige Leute danach gefragt haben, kommt hier die Playlist. Die Videos sind alle hier und da im Netz verfügbar – natürlich in Netzqualität. Ich habe versucht in diesen 11 Videos die Vielfalt von Remix-Videos zu zeigen, sowohl zeitlich (die Videos reichen von 1942 bis heute) als auch inhaltlich (Kunst, Politik, Musik, Popkultur usw.)

1. Charles A. Ridley: Gen. Adolph takes over, GB 1942, 1:51 min

Als es noch kein Fernsehen gab, wurden Nachrichten im Kino gezeigt. Die Universal Newsreels liefen zwischen 1929 und 1967 zweimal wöchentlich mit jeweils sechs bis sieben Beiträgen, teils informativ, teils unterhaltsam. Dieser Film wurde angekündigt wie folgt: „The cleverest anti-Nazi propaganda yet! You will howl with glee when you see and hear what our London newsreel friends have cooked up for Hitler and his goose-stepping armies. The ‚Nasties’ skip and sway in tune to the Lambeth Walk!“ Das Material stammt aus Leni Riefenstahls „Triumph des Willens“. David Pachali hat damals bei iRights.info den verschiedenen Verkörperungen nachgespürt. 

 

2. Dara Birnbaum Technology/Transformation: Wonder Woman, USA 1978, 5:22 min

Auch vor dem Internet gab es schon Remixe. Die amerikanische Künstlerin Dara Birnbaum hat 1978 mit „Wonder Woman“ die Schnittstellen von Technologie und Frauenkörpern untersucht.

Dara Birnbaum – Technology/Transformation…

 

3. Jonathan McIntosh Buffy vs Edward – Twilight Remixed, USA 2009, 6:03 min

Jonathan McIntosh betreibt die Internetseite www.rebelliouspixels.com, ist Mitglied der Open Video Alliance und Redakteur von www.politicalremixvideo.com. Sein Video kombiniert die Vampirjägerin Buffy aus der gleichnamigen amerikanischen Fernsehserie mit der Figur des Edward aus Stephenie Meyers „Twilight“-Saga („Biss zum Morgenrauen“, „Biss zur Mittagsstunde“ etc.). In seinem Blog erzählt er ein bisschen über die Hintergründe.

„Nachklapp: Mashup-Videos bei den tschk!talks“ weiterlesen

50 Shades of Copyright questions

SPakhrin on Flickr, CC-BY
SPakhrin on Flickr, CC-BY

[Aus dem iRights-Blog]

Vor etwa zwei Wochen berichtete der Guardian, dass Bluemoose Books – ein kleiner Verlag aus Yorkshire – versucht hatte, auf dem Trittbrett des BDSM-light-Bestsellers „50 Shades of Grey“ ein paar Pfund zu verdienen. Der Plan war, eine unauthorisierte Biographie des fiktionalen Millionärs Christian Grey – Frauenschwarm und Held des Romans – zu veröffentlichen und damit den Verlag zu sanieren. Als Bluemoose Books diese Neuigkeit ankündigte, wurde der Verlag mit Anfragen von weiteren Verlagen aus dem In- und Ausland überschüttet – ja sogar Hollywood soll angerufen haben, um die Rechte zu kaufen. „50 Shades of Copyright questions“ weiterlesen

Jahresrückblick – Texte

Das Netz 2012 JahresrückblickZwei meiner Texte aus „Das Netz 2012 – Jahresrückblick Netzpolitik“ von iRights sind inzwischen auch online zu lesen: einmal das Interview mit Seda Gürses über Facebook und Privacy und zum zweiten ein Text über kino.to.

Seda Gürses ist Informatikerin und beschäftigt sich schon seit langem mit Fragen von Privacy – sowohl mit technischen Lösungen als auch mit den gesellschaftlichen Folgen. Im Interview sprechen Philipp Otto und ich mit ihr darüber, wieso alle immer nur über Facebook reden, wenn es um Datenschutz geht, und warum Webtracking so lange ignoriert wurde:

Was den Datenschutz angeht, ist Facebook das Sorgenkind unter den sozialen Netzwerken. Kaum eine Woche vergeht, dass keine neuen Vorwürfe fallen: ob Datensammeln, Privatsphäre-Einstellungen oder Gesichtserkennung. Informatikerin und Privacy-Expertin Seda Gürses über die Frage, wo die wirklichen Probleme liegen.

Im zweiten Text blicke ich zurück auf den Fall kino.to und versuche zu erklären, welche rechtlichen Fragen der Fall aufgeworfen hat:

Millionen von Nutzern sahen auf kino.to jahrelang kostenlos aktuelle Filme und Serien. 2011 wurden die Betreiber festgenommen und die Plattform geschlossen. Die Rechtslage bleibt schwierig.

 

 

BPB-Band „Politik trifft Kunst“

Buch "Politik trifft Kunst

In der Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung ist schon im Juli der Band „Politik trifft Kunst“ erschienen. Herausgegeben von Anja Besand handelt er vom Verhältnis zwischen politischer und kultureller Bildung.

Wenn Christo den Deutschen Reichstag verhüllt, ist das dann Kunst oder Politik? Die bebilderte und schrill gestaltete Aufsatz-Sammlung behandelt die Frage, wie gut Kunst und Politik auch in Bildungsprozessen zusammenpassen. Es werden Gemeinsamkeiten und Kooperationen gezeigt, aber auch Gegensätze und Kontroversen.

Ich habe dazu auch einen Aufsatz beigetragen unter dem Titel „Mit einem Bein im Knast? Urheberrechtliche Aspekte kultureller und politischer Bildung“. Soweit ich es sehe, gibt es das Buch nicht als PDF. Man kann es aber für 4,50 EUR bei der Bundeszentrale für politische Bildung bestellen. Eine Leseprobe plus Inhaltsverzeichnis gibt es aber immerhin.

Recht auf die Kopie

In der Tageszeitung Neues Deutschland ist ein Text von mir erschienen zum Thema Kopieren, Internet und was das für die Kunst bedeutet: „Recht auf die Kopie – Internet und Urheberrecht“:

Die digitale Revolution bedeutet einen ähnlichen Umbruch wie die Erfindung des Buchdrucks. Ist der Urheber der alleinige Schöpfer eines Kunstwerks? Ist Abschreiben eine Kunst? Wie sollen Künstler ihr Brot verdienen?
Das Urheberrecht: vor zehn Jahren war es noch ein Nischenthema, heute brennt es allen auf den Nägeln. Facebook-Nutzer kriegen Abmahnungen, weil sie Disneyfiguren als Profilbildchen benutzen, die sogenannte Contentindustrie (Medienunternehmen) stöhnt über illegale Downloads von Filmen und Musik, die Urheber (nach denen das Recht benannt wurde) fühlen sich nicht respektiert – weder finanziell noch ideell. Alle sind unzufrieden.

Abofallen – neuer Text

Neuer Text von mir bei Klicksafe und iRights.info über Online-Betrug durch Abo-Fallen.

Kostenlose Kochrezepte, Software oder Musikdateien – all das gibt es im Internet. Oft jedoch lauert hinter solchen Angeboten eine Abofalle und eine Rechnung für ein Abo flattert plötzlich ins Haus. Viele zahlen aus Unsicherheit und spielen den unseriösen Anbietern in die Hände. Dabei liegt von Rechts wegen meist kein gültiger Vertrag vor.

Der vollständige Text bei Klicksafe und bei iRights.info

Buchbesprechung „Soziale Netze in der digitalen Welt“

In Libreas #17, einer elektronischen Zeitschrift für Bibliotheks und Informationswissenschaft (im nicht-elektronischen Leben angesiedelt an der HU Berlin) ist eine Rezension von mir erschienen. Besprochen habe ich das Buch „Soziale Netze in der digitalen Welt. Das Internet zwischen egalitärer Teilhabe und ökonomischer Macht“ herausgegeben von Christoph Bieber, Martin Eifert, Thomas Groß, Jörn Lamla.

Immer mehr Menschen nutzen das Internet – als Unterhaltungsmedium, als Kommunikationswerkzeug, als Informationsmittel. Aber das Netz ist nicht nur ein Werkzeug, das man benutzen kann wie ein Telefon, sondern ein sozialer Raum, der den physischen erweitert. In dem Band „Soziale Netze in der digitalen Welt“, der die Dokumentation einer Tagung des Zentrums für Medien und Interaktivität (ZMI) der Justus-Liebig-Universität darstellt, versuchen die Herausgeber diesen virtuellen Raum zu fassen. Sie haben sich vier Bereiche herausgepickt, um einige Phänomene der „digitalen Welt“ zu beschreiben, die sich grob unter die Überschriften Politik, Wirtschaft, Recht und das Individuum subsumieren lassen. Die Herausgeber kommen aus unterschiedlichen Fachbereichen: Christoph Bieber und Jörn Lamla sind Sozialwissenschaftler (Politologe der erstere, Soziologe der zweite), während Martin Eifert und Thomas Groß beide Rechtswissenschaftler sind.

Valie Djordjevic (2010): Forschung als Machtposition. Zwischen soziologischer Theoriebildung und juristischer Machbarkeitsprüfung. In: LIBREAS.Library Ideas, Jg. 6, H. 2 (17).