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Nachklapp: Mashup-Videos bei den tschk!talks

Am 24. Januar habe ich bei den tschk!talks Mashup-Videos gezeigt. Weil es so schön war und mich einige Leute danach gefragt haben, kommt hier die Playlist. Die Videos sind alle hier und da im Netz verfügbar – natürlich in Netzqualität. Ich habe versucht in diesen 11 Videos die Vielfalt von Remix-Videos zu zeigen, sowohl zeitlich (die Videos reichen von 1942 bis heute) als auch inhaltlich (Kunst, Politik, Musik, Popkultur usw.)

1. Charles A. Ridley: Gen. Adolph takes over, GB 1942, 1:51 min

Als es noch kein Fernsehen gab, wurden Nachrichten im Kino gezeigt. Die Universal Newsreels liefen zwischen 1929 und 1967 zweimal wöchentlich mit jeweils sechs bis sieben Beiträgen, teils informativ, teils unterhaltsam. Dieser Film wurde angekündigt wie folgt: „The cleverest anti-Nazi propaganda yet! You will howl with glee when you see and hear what our London newsreel friends have cooked up for Hitler and his goose-stepping armies. The ‚Nasties’ skip and sway in tune to the Lambeth Walk!“ Das Material stammt aus Leni Riefenstahls „Triumph des Willens“. David Pachali hat damals bei iRights.info den verschiedenen Verkörperungen nachgespürt. 

 

2. Dara Birnbaum Technology/Transformation: Wonder Woman, USA 1978, 5:22 min

Auch vor dem Internet gab es schon Remixe. Die amerikanische Künstlerin Dara Birnbaum hat 1978 mit „Wonder Woman“ die Schnittstellen von Technologie und Frauenkörpern untersucht.

Dara Birnbaum – Technology/Transformation…

 

3. Jonathan McIntosh Buffy vs Edward – Twilight Remixed, USA 2009, 6:03 min

Jonathan McIntosh betreibt die Internetseite www.rebelliouspixels.com, ist Mitglied der Open Video Alliance und Redakteur von www.politicalremixvideo.com. Sein Video kombiniert die Vampirjägerin Buffy aus der gleichnamigen amerikanischen Fernsehserie mit der Figur des Edward aus Stephenie Meyers „Twilight“-Saga („Biss zum Morgenrauen“, „Biss zur Mittagsstunde“ etc.). In seinem Blog erzählt er ein bisschen über die Hintergründe.

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Verbotene Filme

Verbotene Filme - Deutsche Kinemathek

iRights.info veranstaltet am 9. und 10. September in den Räumen der Deutschen Kinemathek ein Symposium zum Thema „Verbotene Filme“. Ich habe zusammen mit Ilja Braun eine Mashup-Rolle zusammengestellt, die am Donnerstag um 19.30 Uhr im Arsenal gezeigt wird und moderiere am Freitag ab 13.30 ein Gespräch zwischen der Konzeptkünstlerin Susanne Gerber, der Kuratorin und Leiterin des Video-Forums des Neuen Berliner Kunstvereins Kathrin Becker und dem Medienarchäologe und Videokünstler Stefan Eckel von der Gruppe reproducts.de.

Aus dem Einleitungstext der Kinemathek:

Ein Spielfilm verschwindet im Giftschrank, weil er – vermeintlich oder tatsächlich – gegen Gesetze verstößt. Eine Dokumentation wird erst gar nicht gedreht, weil das Justiziariat sagt, man könne die zu erwartenden Klagen nicht durchstehen. Zugleich: Filme, die nach geltendem Recht verboten sind, können weltweit angeschaut werden – drei Aspekte des selben Themas. Das Symposium „Verbotene Filme“ am 9. und 10. September 2010 wird sich damit auseinandersetzen, welche rechtlichen Beschränkungen von Filmen es gibt und wie sie sich auf die Produktion, Distribution und Rezeption auswirken. Denn diese wirken sich auch auf den Umgang mit den entsprechenden Filmen in Archiven, Mediatheken und Kultureinrichtungen aus.

Bei iRights.info gibt es das vollständige Programm.


iRights.info and the Deutsche Kinemathek (the German Cinematographic Institute) are organizing a symposium on the topic of „Prohibited Films“. The event is taking place in the Deutsche Kinemathek at Potsdamer Platz on 9 and 10 September 2010. I have curated – together with my colleague Ilja Braun – the mashup reel and am moderating a panel on „The internet as art machine – does a new technology create a new aesthetics?“ with concept artist Susanne Gerber, the curator and director of the video forum of n.b.k. Berlin Kathrin Becker and the media archeologist and video artist Stefan Eckel of the artists group reproducts.de.

The Kinemathek has an English introduction:

A film is banned because it – allegedly or actually – violates the law. A documentary is never realized because a legal advisor warns of possible law suits that would pose too great a financial risk. At the same time, certain films, that are prohibited under the current law, can be watched around the globe. These three scenarios constitute different aspects of a overarching topic. The symposium “Prohibited Films” will serve as a forum to discuss the various legal restrictions that apply to films, and examine the impact that these restrictions have on film production, distribution and reception.

The complete programme on iRights.info.